Chatbots machen sich in Kinder- und Klassenzimmern breit

KI-Tools sind vielen Kindern eine nützliche Hilfe (Bild: ESET

Künstliche Intelligenz ist für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland längst Teil des Alltags, birgt aber teils erhebliche Risiken. Ob bei Hausaufgaben, zur Prüfungsvorbereitung oder einfach aus Neugier: Knapp zwei Drittel der 12- bis 19-Jährigen nutzen bereits KI-Werkzeuge wie ChatGPT, Gemini & Co. Der europäische IT-Sicherheitshersteller Eset warnt anlässlich des Safer Internet Days, der am 10. Februar bereits zum 23. Male begangen wird, davor, den Einsatz von KI im Kinderzimmer zu unterschätzen.

KI-Chatbots können Wahlen stark beeinflussen

Auswahl: KI-Chatbots sind wirkungsvoller als Werbespots (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Eine kurze Interaktion mit einem Chatbot kann die Meinung eines Wählers über einen Präsidentschaftskandidaten oder eine vorgeschlagene Politik erheblich beeinflussen. Dies zeigt eine Studie von Forschern der Cornell University. So seien KI-Bots bei der politischen Überzeugungsarbeit sehr effektiv. In vielen Fällen könnten sie die Präferenzen der Wähler um zehn Prozentpunkte oder mehr verschieben, und zwar sowohl zugunsten der Republikaner als auch der Demokraten in den USA.

KI-Chatbots sind keine guten Lehrkräfte

Interaktion mit KI-Chatbot: führt Studenten oft in die Irre (pixabay.com, Startup Stock Photos)

KI-Chatbots zur Unterstützung des an chronischem Lehrermangel leidenden Bildungssystems eignen sich nur bedingt. Denn grosse Sprachmodelle wie ChatGPT sind nicht unfehlbar. Die Gefahr, dass diese Schülern zuweilen Unsinn beibringen, ist gross, so Tiffany Li vom Stevens Institute of Technology. Die Expertin hat eine systematische Studie durchgeführt, um herauszufinden, inwieweit Schüler sachlich falsche Infos von Chatbots erkennen und wo und warum sie dabei Probleme haben.

KI-Chatbots können unter "Gehirnverfall" leiden

Fragezeichen: Schlecht trainierte KI ist desorientiert (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Die "Denkfähigkeit" von KI-Chatbots nimmt ab. Sie produzieren mehr falsche Infos, wenn sie aus "minderwertigen Daten" wie Beiträgen in sozialen Medien lernen. Das hat Yang Wang von der University of Texas in Austin ermittelt. Der Beitrag ist auf der Preprint-Plattform Arxiv der Cornell University erschienen. Obwohl er noch keiner formellen wissenschaftlichen Begutachtung unterzogen wurde, hat die Studie bereits grosse Aufmerksamkeit in der KI-Forschungslandschaft erregt.

Chatbot "Noora" bringt Autisten Empathie bei

Psychiaterin Koegle macht Chatbots zu ASS-Experten (Foto: Stanford University)

Der KI-gestützte Chatbot "Noora" verhilft Patienten mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zu mehr Empathie und sozialer Kompetenz. Denn laut Untersuchungen der University of California Santa Barbara hilft das Üben sozialer Interaktion mit Fachleuten. Lynn Koegel von der Stanford University hat analysiert, ob sich ASS-Fachleute durch einen KI-gestützten Chatbot tatsächlich ersetzen lassen.

KI-Chatbot "o1" hat metalinguistische Skills

User: KI-Chatbots holen immer mehr auf (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

KI-Chatbots können Sätze wie ein ausgebildeter Linguist analysieren, zeigt eine Studie der UC Berkeley. Sie liefert Einblicke in die Entwicklung von KI-Modellen und stellt zudem die Vorstellung infrage, dass nur Menschen über die Fähigkeit verfügen, über Sprache nachzudenken. Der von von OpenAI entwickelte Bot "o1" habe sich dabei laut "IEEE Transactions on Artificial Intelligence" als eindeutig überlegen erwiesen.

Spie bringt KI-Chatbot für Schweizer Unternehmen

Spie-Chatbot Askika (Bild: Spie)

Spie Schweiz, eine Tochtergesellschaft der Spie Gruppe, hat den KI-Chatbot "Askia" lanciert. "Askia" sei aus der Integration der Corporate Software in der Schweiz entstanden und soll Schweizer Unternehmen bei internen Prozessen und Kommunikationsaufgaben unterstützen, heisst es in einer Aussendung dazu. Als erste digitale Anlaufstelle eines Unternehmens soll er schnellen und präzisen Zugriff auf relevante Unternehmensinformationen zur Verfügung stellen.

Chatbots werden immer mehr zu Verkäufern

Kaufempfehlungen: Diese kommen zunehmend von KI-Cahtbots (Bild: Moondance, pixabay.com)

Auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Chatbots wie "Nibble" sollen die Online-Umsätze von Einzelhändlern verbessern. Sie beraten Kunden und können sogar feilschen wie auf dem Basar. Der Chatbot von Nibble Technologies verhandelt so lange mit seinem Kunden, bis dieser aufgibt oder beide sich auf einen Preis geeinigt haben.

BBC-Studie: KI-Chatbots unfähig, Nachrichten zusammenzufassen

Einer der untersuchten Chatbots: ChatGPT (Bild: Pixabay/Franz26)

Bei vielen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) klaffen Wunsch und Realität noch weit auseinander. Die BBC etwa untersuchte mit ChatGPT von OpenAI, Copilot von Microsoft, Gemini von Google und Perplexity AI im Rahmen einer Studie vier grosse Chatbots mit KI und kam zum Schluss, dass diese durch die Bank unfähig seien, Nachrichten richtig zusammenzufassen.

Chatbot "SafeRBot" nun in der Notrufzentrale

Chatbot: KI-Dienst unterstützt künftig die US-Notrufzentralen (Bild: pixabay.com, Mohamed_hassan)

Der KI-Chatbot "SafeRBot" von Forschern der University of Illinois Urbana-Champaign nimmt künftig Notrufe in den USA entgegen und fragt mitfühlend nach Einzelheiten wie dem Ort des Geschehens, dem Namen des Geschädigten und des Anrufers. Muss etwas präzisiert werden, fragt die KI nach, bis alle Infos beisammen sind.

Seiten

Chatbots abonnieren