Mediennutzung nimmt weltweit weiter zu

Auch Bücherlesen erfreut sich international großer Beliebtheit (Foto: pixabay.com, Pexels)

Der globale Medienkonsum soll 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent zulegen. Diese Prognose hat kürzlich das US-Unternehmen PQ Media öffentlich gemacht, das in zahlreichen Ländern Mediendaten sammelt und ökonometrisch analysiert. Vor einem Jahr hatte es noch einen Rückgang aufgrund einer gewissen Sättigung erwartet, der nun allerdings nicht eingetreten ist.

Leistungsschutz für Medien soll auf Künstliche Intelligenz ausgeweitet werden

Symbolbild: Pixabay/Geralt

In der Schweiz sollen künftig nicht nur Onlinedienste wie Google und X Urheberrechtsgebühren bezahlen müssen, wenn sie Auszüge aus Zeitungsartikeln anzeigen, sondern der Nationalrat will fortan auch Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) ins Leistungsschutzrecht mit einbeziehen.

Time Magazine kürt KI-Architekten zur "Person des Jahress"

Symbolbild: OpenAI-Chef Sam Altman (Foto: Steve Jurvetson, CC BY-SA 4.0)

Das Marc Benioff gehörende US-amerikanische Nachrichtenmagazin "Time" hat die "Architekten der Künstlichen Intelligenz" (KI) zur "Person des Jahres" erkoren. "Wir würdigen eine Kraft, die die Schlagzeilen des Jahres beherrscht hat, im Guten wie im Schlechten", heist es in der Begründung des Magazins, das seit bereits 1927 zunächst den Mann und jetzt die Person des Jahres kürt.

Gratiszeitung "20 Minuten" gibt es künftig nur noch digital

Logobild: Mbee83/ CC BY-SA 4.0

Die Gratis-Zeitung "20 Minuten" stellt per Ende Jahr ihre Printausgabe ein und erscheint ab dann nur noch digital. Der Schritt erfolge "aufgrund der sich rasch wandelnden Mediennutzung und sinkender Erträge im Printgeschäft", heisst es in einer Medienmitteilung der Pendlerzeitung, die zur TX Group gehört. Die Umstellung führt auch zu einem Stellenkahlschlag. Insgesamt sollen an die 80 Vollzeitstellen abgebaut werden.

Paywalls verdrängen lokale Inhalte bei Online-Medien

Paywall: So wollen Zeitungsverlage Einnahmen generieren (Bild: umich.edu)

Paywalls beeinflussen journalistische Inhalte massiv und führen zu einer noch stärkeren Personalisierung von Content. Zu dem Schluss kommt eine Studie von Paramveer S. Dhillon von der University of Michigan. Zusammen mit seinem Team hat er 17 grosse Regionalzeitungen in den USA untersucht, die zwischen 2006 und 2022 Paywalls einführten.

Manipulative Designs in Apps bleiben Problem

Apps unter der Lupe: viele nutzen manipulative Designs (Foto: pixabay.com, MariusMB)

Gemäss einer Untersuchung des deutschen Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) nutzen Anbieter von Social-Media-Plattformen und Online-Marktplätzen trotz Verbots manipulative Designs. Die Konsumentenschützer fordern daher von der Europäischen Kommission und der Bundesnetzagentur die Durchsetzung der bestehenden Regelungen des Digital Services Act.

Grosses Misstrauen gegenüber KI-generierten Headlines

Tests mit unterschiedlichen Schlagzeilen (Bilder: Sacha Altay und Fabrizio Gilardi)

Von Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Schlagzeilen stossen bei Nachrichtenkonsumenten auf nur wenig Interesse. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler Sacha Altay und Fabrizio Gilardi von der Universität Zürich. Experimente mit rund 5'000 Nachrichtenkonsumenten zeigen einen immensen Vertrauensverlust. Details sind in "PNAS Nexus" nachzulesen.

Social-Web-Regulierung: Anwender sind Mitarbeiter

Interaktion im Social Web: Studie präsentiert neues Paradigma (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

Francesca Procaccini von der Vanderbilt Law School hat ein neues Paradigma für die Regulierung sozialer Medien vorgestellt, wobei die Nutzung mit Arbeit gleichgesetzt wird. Werden demnach User als Angestellte angesehen, können die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Erwerbstätigkeit regulatorisch sehr ergiebig sein, meint die Expertin. Details sind in "Cornell Law Review" nachzulesen.

Zahlreiche europäische Medien ziehen Google vor Gericht

Axel Springer Verlagshaus in Hamburg (Bild: KMK/CC BY-SA 3.0)

Zahlreiche Medien rund um den deutschen Axel-Springer-Verlag und aber auch aus Österreich und der Schweiz, haben den US-amerikanischen Internetgiganten Google wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Onlinewerbung vergeklagt. Sie verlangen zum Ausgleich entstandener Verluste von der Alphabet-Tochter eine Entschädigung in Höhe von 2,3 Milliarden Euro zahlen, wie die Anwaltskanzleien der Kläger, Geradin Partners sowie Stek bekannt gegeben haben.

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