"Hochleistungs-Lasagne": Neuartige 2D-Materialien starten durch

Die zweidimensionalen MXene werden aus kristallinen keramischen MAX-Phasen geätzt und können eine Vielzahl von Zusammensetzungen – und somit auch eine Vielzahl von Anwendungen – haben. — © Empa

Es gibt mehr als nur Graphen: In einem interdisziplinären Forschungsprojekt fokussieren sich Empa-Forschende auf eine neue Klasse zweidimensionaler Materialien, die sogenannten MXene. Die vielseitige Materialgruppe eignet sich für unterschiedlichste Anwendungen, von der Energiespeicherung bis zur Medizin. Dem Projektteam ist es gelungen, entscheidende Fortschritte bei der Modellierung und der Synthese der MXene zu machen.

Tanja Zimmermann für weitere vier Jahre als Empa-Direktorin bestätigt

Tanja Zimmermann (Foto: Empa)

Der schweizerische Bundesrat hat die Professorin Tanja Zimmermann für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren und damit bis 31. Mai 2030 als Direktorin der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) bestätigt. In ihrer ersten Amtszeit habe sie die Empa strategisch und strukturell weiterentwickelt und die Zusammenarbeit mit den anderen Institutionen des ETH-Bereichs, ETH Zürich, EPFL, PSI, WSL und Eawag, intensiviert, schreibt der Bundesrat.

"Firedrone" geht dahin, wo's heiss ist

Die FireDrone ist die erste Drohne, die extremer Hitze trotzt. Künftig soll sie Daten direkt aus Gefahrenzonen senden. — © Empa

Die "Firedrone" soll Echtzeitdaten aus Hochrisikobereichen liefern, die für Menschen und herkömmliche Drohnen zu gefährlich sind. Entwickelt an der Empa und weitergeführt als Spin-off, kombiniert die neue Generation der Drohne hitzeresistente Materialien mit praxisnaher Robotik – für Brandeinsätze und Industrieinspektionen bei extremen Temperaturen.

Empa-Spin-offs präsentieren sich auf der CES 2026

BTRY: Dünschichtdesign für die Unterhaltungselektronik (Bild: BTRY)

Drei Schweizer Deep-Tech-Startups, die aus der Empa hervorgegangen sind, partizipieren derzeit an der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas, die noch bis 9. Januar läuft, und zeigen auf globaler Bühne, wie Schweizer Forschende wissenschaftliche Durchbrüche in praktische Hardware-Innovationen in den Bereichen Energiespeicherung, Photovoltaik und Kühltechnologien für Hochleistungsrechner umsetzen.

Grüne Elektronik: Smarte Etikette schützt empfindliche Güter

Unauffällig: Die bioabbaubare Etikette ist so dünn wie ein Blatt Papier. Dennoch kann sie die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit messen. Bild: Empa

Forschende der Empa, der EPFL und des CSEM haben eine smarte und "grüne" Sensoretikette entwickelt, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit misst – und auch erkennen kann, ob eine Temperaturschwelle überschritten wurde. Damit können in Zukunft empfindliche Lieferungen wie etwa Medikamente oder Lebensmittel überwacht werden. Die elektronische Etikette selbst ist dabei komplett bioabbaubar.

Computermaus aus Holz: Grüne Elektronik dank biologisch abbaubaren Leiterplatten

Bei dieser Computermaus besteht nicht nur das Gehäuse aus bioabbaubarem Material, sondern auch die Leiterplatte. Bild: Empa — © Empa

Heutige Leiterplatten bestehen aus fossilen Rohstoffen und lassen sich kaum recyceln. Empa-Forschende haben eine biologisch abbaubare Variante entwickelt – ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Elektronik. Ihr Biomaterial basiert vollständig auf Holz und lässt sich zu funktionierenden Platinen für elektronische Geräte verarbeiten.

Neues Empa-Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeitsrobotik in Schaffhausen

In der Nachhaltigkeitsrobotik werden unter anderem Drohnen für das Monitoring der Wasserqualität und der Biodiversität entwickelt. — © Empa

Schaffhausen wird zu einer Anwendungsregion für Nachhaltigkeitsrobotik. Basis dafür ist eine neue Partnerschaft zwischen der Empa und dem Kanton Schaffhausen, im Rahmen derer Drohnen und intelligente Maschinen künftig unter realen Bedingungen hier getestet und weiterentwickelt werden sollen, gleichsam als Brücke zwischen Forschung und Industrie und zum Nutzen der Umwelt, wie es in einer Aussendung dazu heisst.

Empa-Roboter liefert grössten offenen Datensatz für Batterieforschung

Mit der Aurora-Roboterplattform erzeugt die Empa hochwertige, standardisierte Batteriedaten für die internationale Forschung. — © Empa

Forschende der Empa (Eidgenössische Materialprüfungsanstalt) haben gemeinsam mit internationalen Partnern den bislang grössten offenen Batterie-Datensatz in einem neuen Datenformat veröffentlicht. Die Daten von der Aurora-Roboterplattform der Empa sollen neue Massstäbe für Qualität, Nachvollziehbarkeit und Zusammenarbeit in der internationalen Batterieforschung setzen und diese entsprechend erheblich beschleunigen.

Präzisionsmoleküle für die Elektronik der Zukunft

Ein Graphen-Nanoband verbindet die Porphyrin-Moleküle, jedes davon mit einem Metallzentrum (rot), wie eine molekulare Lichterkette. Die Metallatome werden von vier Stickstoffatomen (blau) in der Mitte des Porphyrins gehalten. — © Empa

Empa-Forschenden ist es gelungen, organische Porphyrin-Moleküle mit funktionellen Metallzentren an ein Graphen-Nanoband zu binden, und das mit atomarer Präzision. Das resultierende Hybridsystem ist magnetisch und elektronisch gekoppelt und ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen in der molekularen Elektronik, von chemischen Sensoren bis hin zu Quantentechnologien.

Dynamische 3D-Diagnose für instabile Schultern

Das Schultergelenk ist besonders beweglich und ebenso komplex. 4D-Röntgenanalysen sollen nun die Diagnose von Gelenkbeschwerden verbessern. Bild: Empa

Schulterinstabilitäten sind schwer zu diagnostizieren, da sie meist nur auftreten, wenn man die Schulter bewegt. Eine zeitaufgelöste 3D-Analyse ermöglicht nun erstmals eine präzise Erfassung dieser Dynamik. Empa-Forscher Ameet Aiyangar kombiniert Röntgenvideos mit virtuellen 3D-Modellen der Gelenke, um die Instabilitäten millimetergenau zu erfassen.

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