Sieben Prozent weniger Cyber-Angriffe auf Schweizer Unternehmen

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Weltweit sahen sich Unternehmen im Februar durchschnittlich 2086 Cyber-Angriffen pro Woche ausgesetzt. Das belegen die Zahlen von Check Point Research (CPR), der Sicherheitsforschungsabteilung von Check Point Software Technologies. In der Schweiz gingen wie schon im Vormonat die Zahlen zurück und zwar um sieben Prozent auf 1166 Angriffe. Dennoch bleiben die Zahlen beeindruckend und bedeuten für Unternehmen und Sicherheitsverantwortliche anhaltenden Druck unter kontinuierlich hohem Risiko für den Betrieb.

Europol, Microsoft und Co legen Phishing-as-a-Service-Dienst "Tycoon 2FA" lahm

Phishing: Cybercrime-Dienst lahmgelegt (Symbolbild: Pixabay/ Mohamed Hassan)

In einer konzertierten Aktion haben Europol, Microsoft und weitere Unternehmen den Phishing-as-a-Service (PhaaS) Dienst "Tycoon 2FA" lahmgelegt. Über 330 Domains, die zur Kerninfrastruktur von "Tycoon 2FA" gehörten (Phishing-Seiten, Kontrollpanels), wurden beschlagnahmt und vom Netz genommen.

System wappnet Drohnen gegen Cybercrime

Landwirtschaftsdrohne: ein mögliches Gefahrenszenario (Foto: Herney Gómez, pixabay.com)

Forscher der University of Adelaide schützen Drohnen mit einem raffinierteren System gegen Cyber-Bedrohungen. Das Anwendungspotenzial ist sehr breit gefächert: "Heutige Drohnen werden nicht nur in der Kriegsführung eingesetzt, sondern auch bei Katastrophen, Infrastrukturinspektionen, in Landwirtschaft, Umweltüberwachung, Logistik und sogar für medizinische Lieferungen", sagt Entwickler Javaan Chahl.

Hacker nutzen Google-KI, um Smartphones zu übernehmen

Smarthpone-Awender (Symbolbild:Shutterstock)

Cyberkriminelle haben eine technologische Schwelle überschritten: Erstmals nutzt eine Android-Malware generative KI im laufenden Betrieb, um sich auf infizierten Geräten einzunisten und sie unter ihre Kontrolle zu bringen. Forscher des europäischen IT-Sicherheitsunternehmens Eset haben in diesem Zusammenhang eine neue Android-Schadsoftware entdeckt, die Google Gemini einsetzt, um sich selbst vor dem Schliessen zu schützen und dauerhaft auf dem Gerät aktiv zu bleiben.

Weltweite Cyber-Spionagekampagne gegen Regierungen aufgedeckt

Symbolbild:iStock

Das Unit-42-Team von Palo Alto Networks hat eine neue Cyber-Spionagegruppe identifiziert, die als TGR-STA-1030 bezeichnet wird. Die Aktivitäten der Gruppe werden als "Shadow Campaigns" bezeichnet. Die Angriffe erfolgten laut der Unit-42-Untersuchung primär durch gezielte Phishing-Kampagnen mit Ködern zu angeblichen Ministeriums-Umstrukturierungen sowie durch Ausnutzung bekannter Schwachstellen. Zur Kompromittierung setzt die Gruppe spezialisierte Malware ein, darunter "Diaoyu Loader" und den neuen Linux-Kernel-Rootkit "Shadowguard".

Chinesische Hackergruppe missbraucht Windows-Gruppenrichtlinien für Angriffe auf Regierungsnetze

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Eine bislang unbekannte, mutmasslich mit China in Verbindung stehende Hackergruppe haben Sicherheitsforscher von Eset identifiziert. Mit ihren Angriffen nehmen die Hacker gezielt Regierungsnetze ins Visier. Die Gruppe mit dem Namen "LongNosedGoblin" missbrauche den Experten zufolge dabei ausgerechnet ein zentrales Verwaltungswerkzeug von Windows-Systemen: Gruppenrichtlinien (Group Policies), die üblicherweise in Active-Directory-Umgebungen eingesetzt werden.

Logitech Ziel eines Cyberangriffes

Im Visier von Hackern: Logitech (Bildquelle: Logitech)

Die amerikanisch-schweizerische Computerzubehör-Spezialistin Logitech ist ins Visier von Hackern geraten. Cyberangreifer sind in die Systeme des international tätigen Konzerns eingedrungen. Dabei haben sie nach Meinung von Logitech eine sogenannte Zero-Day-Schwachstelle in einer Softwareplattform eines Drittanbieters ausgenutzt. Dadurch konnten sie an gewisse interne Daten herankommen und aus dem IT-System kopieren. Die Schwachstelle sei bereits geschlossen werden, vermeldet der Konzern.

US-Tochter der Ruag von Cyberangriff betroffen

Ruag-Hauptsitz in Emmen (Bildquelle: Ruag)

Die US-Tochter des schweizerischen Rüstungskonzern Ruog wurde Ziel eines Cyberangriffs. Da es sich bei der IT-Infrastruktur der Ruag LLC, deren Sitz sich im Bundesstaat Virginia befindet, um autarke Systeme handle, sei der Vorfall isoliert und habe keine Auswirkungen auf die Systeme oder Daten in der Schweiz oder auf andere Gesellschaften der Ruag MRO Holding, lässt der Konzern dazu wissen.

Über 60 Staaten unterschreiben umstrittenes UN-Abkommen gegen Cyberkriminalität

Symbolbild: Fotolia/Frickr

In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi haben mehr als 60 Staaten ein UN-Abkommen zum Kampf gegen Cyberkriminalität unterzeichnet. Damit soll die internationale Zusammenarbeit gegen Verbrechen im digitalen Raum gestärkt werden, insbesondere mit Blick auf Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch, Geldwäsche oder Betrug mit Phishing-E-Mails. Allerdings kritisieren Menschenrechtsgruppen dieses erste UN-Abkommen dieser Art, denn die darin enthaltenen Mechanismen zur Sicherung von Menschenrechten seien nicht ausreichend. Auch Techunternehmen stellen sich gegen den Vorstoss.

Schweiz in Europa das neunthäufigste von Cyberangriffen betroffene Land

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Die Schweiz belegt im ersten Halbjahr 2025 den neunten Platz in Europa und den 22. Platz weltweit in Bezug auf die Häufigkeit von Cyberangriffen. Rund 3,3 Prozent aller betroffenen europäischen Organisationen stammen aus der Schweiz, das heisst: Etwa drei von hundert attackierten europäischen Unternehmen sind Schweizer Organisationen. Dies geht aus dem sechsten Digital Defense Report von Microsoft hervor.

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