Beim Peking-Halbmarathon laufen erstmals Roboter klar vor den Menschen durchs Ziel

Roboter beim Peking-Halbmarathon (Bild:AFP/P.Pardo)

Beim Peking-Halbmarathon am 19. April waren humanoide Roboter erstmals deutlich schneller als die menschliche Konkurrenz. Der siegreiche Roboter der chinesischen Smarphone-Marke Honor (Modell "Blitz“) legte die 21,1 Kilometer lange Strecke in einer Zeit von 50 Minuten und 26 Sekunden zurück. Damit unterbot die Maschine nicht nur die menschlichen Profisportler des Rennens, sondern auch den offiziellen menschlichen Weltrekord, den der ugandische Läufer ‌Jacob Kiplimo im März ​in Lissabon aufgestellt hatte (57:31 Minuten), um mehrere Minuten.

Neuer Robo-Fisch ist wendig wie ein Hase

Ein Messerfisch (links) und der Robo-Nachbau (Illustration: Ze-Jun Liang et al., Ocean, 2026)

So wendig wie der Weissstirn-Messerfisch ist ein Unterwasserroboter von Forschern der Northwestern Polytechnischen Universität mit Sitz in Xi’an, der Hauptstadt der Provinz Shaanxi in China. Obwohl er blitzschnell scharfe Kurven nehmen und ebenso flott die Richtung wechseln kann, ist der Körper des Fisches relativ starr. Für den Nachbau bedeutet das eine höchst einfache Konstruktion, denn sowohl das Original als auch der Nachbau bewegen sich durch die ungewöhnlichen Bewegungen einer einzigen, bandartigen Flosse an der Unterseite.

Roboter arbeiten bald für zwei Dollar je Stunde

Automatisierung in der Industrie: KI-Trend ist nicht mehr aufzuhalten (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Laut Consultant Roland Berger könnten humanoide Systeme durch Fortschritte bei KI und Robotik-Hardware zu Betriebskosten von rund zwei Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie dem DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Robohund mit KI als idealer Blindenführer

Robo-Blindenhund: Gerät plant, spricht und führt (Foto: Jonathan Cohen, binghamton.edu)

Forscher der Binghamton University haben einen Roboterhund entwickelt, der gesprochene Befehle versteht und mit seinem Besitzer kommuniziert, während beide gemeinsam ein Ziel ansteuern. "Wir kommen jetzt an eine Treppe, die abwärts führt", sagt der Robohund zum Beispiel. Und wenn sein Besitzer sagt, er habe einen Termin beim Hausarzt, ermittelt der Roboter den Weg, auf dem die wenigsten Hürden zu überwinden sind.

Exoskelett übermittelt Gefühl von Bewegungen

Im Labor: Exoskelett-Test mit zwei Musikern (Foto: Dario Barbani)

Physiotherapeuten spüren dank eines neuen Exoskelett-Paares von Forschern der Università Campus Bio-Medico di Roma künftig in Echtzeit am eigenen Körper, welche Bewegungen ihr Patient macht. Folgt dieser nicht genau den Anweisungen, kann der Therapeut sofort korrigierend eingreifen. Umgekehrt kann er seinem Patienten direkt vermitteln, wie er sich zu bewegen hat, damit er schnell wieder auf die Beine kommt.

Klartextbefehle für Roboter

Roboter verstehen jetzt Befehle in menschlicher Sprache (Foto: pixabay.com, Dimitrios K)

Forschern des Huawei Noah's Ark Lab, der Technischen Universität Darmstadt und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ist es gelungen, mit einem grossen Sprachmodell (LLM, large language model) schriftliche Befehle in Maschinensprache zu übersetzen, die Roboter verstehen und befolgen können. Somit können diese in öffentlichen Räumen, Privathaushalten und Büros eingesetzt werden, ohne dass Spezialisten ihnen Steuerungsanweisungen in Maschinensprache geben müssen.

Ultraschallbilder steuern humanoiden Roboter

Robotertraining mit dem Ultraschall-Armband (Foto: Melanie Gonick)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) bringen eine Roboterhand dank eines Hightech-Armbands zur perfekten Nachahmung von Bewegungen. Statt Kamerabildern, die in Befehle für den Roboter umgesetzt werden, genügt künftig das Armband, das den Roboter steuert. Es erzeugt Ultraschallbilder der Muskeln, Sehnen und Bänder des Handgelenks, während sich die Hand bewegt. Diese werden von einem System genutzt, um Steuerbefehle zu generieren.

Roboter erkennen versteckte Objekte dank KI

So sieht das neue KI-basierte System 'Wave-Former' versteckte Objekte (Foto: mit.edu)

Mithilfe der Reflexionen von elektromagnetischen Wellen und Künstlicher Intelligenz (KI) lassen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) Roboter völlig oder teilweise verborgene Gegenstände finden. Die Wellen durchdringen das, was die gesuchten Objekte verbirgt. Diese reflektieren die Signale oder Teile davon. Daraus erzeugt der Empfänger ein Bild, das das gesuchte Objekt ganz, meist aber nur teilweise zeigt. Dieses vergleicht das System mit Bildern, die es im Training gespeichert hat und entscheidet sich für das, was dem gesuchten Objekt am nächsten kommt.

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