Einheitliche Governance für alle KI-Agenten gefährdet erfolgreichen Einsatz in Unternehmen

Symbolbild:Adobestock/Fakhra

Wenn Unternehmen für alle KI-Agenten dieselben Governance-Regeln anwenden, unabhängig von deren Autonomiegrad und Einsatzbereich, kann das laut dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner zum Scheitern unternehmensweiter KI-Agenten-Initiativen führen. Probleme entstünden insbesondere dann, wenn Unternehmen nicht klar zwischen der Handlungsautonomie eines Agenten und dem Umfang seiner Zugriffsrechte unterscheiden würden, betont Gartner.

Fehlende Semantik führt zu ungenauen KI-Agenten und treibt Kosten hoch

Symbolbild:Adobestock/Fakhra

Wenn Bedeutung und Kontext von Daten fehlen, arbeiten KI-Agenten ungenau und ineffizient. Dies führt zu unnötigen Kosten und erhöht die Risiken in der Daten- und KI-Governance, wie das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner betont. Damit KI-Agenten präzise Ergebnisse zu vertretbaren Kosten liefern können, müssten sie die Kontextinformationen in jedem Schritt ihres Workflows verstehen, heisst es.

Neue KI-Agenten können massive Schäden anrichten

KI-Agent auf Abwegen: Im Extremfall löscht der KI-Agent alles (Illustration: ucr.edu)

Eine neue Generation von E-Mails sortierenden KI-Agenten kann laut Forschern der University of California Riverside grosse Schäden anrichten. Die Agenten ersparen dem Nutzer im Idealfall zwar stundenlange Routine-Arbeiten. Doch wenn es schief geht, dauern die Reparaturarbeiten deutlich länger, kritisieren die Wissenschaftler.

Umgang mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Agenten

Symbolbild:Adobestock/Fakhra

Das auf Geschäfts- und Technologieanalysen ausgerichtete Beratungshaus Gartner hat sechs Massnahmen identifiziert, mit denen Unternehmen die Risiken einer unkontrollierten Ausbreitung von KI-Agenten eindämmen können. Dabei prognostiziert Gartner, dass bis 2028 ein durchschnittliches globales Fortune-500-Unternehmen mehr als 150.000 Agenten einsetzen werde. Zum Vergleich: 2025 waren es weniger als 15. Dies werde zu einem deutlichen Anstieg der Anzahl von Agenten, der IT-Komplexität sowie der Anforderungen an deren Steuerung und Management führen, so Gartner.

Salesforce automatisiert Backoffice-Prozesse mit KI-Agenten

Logobildquelle: Salesforce

Salesforce hat mit "Agentforce Operations" dieser Tage eine Lösung vorgestellt, die darauf ausgerichtet ist, Backoffice-Prozesse durch den Einsatz von KI-Agenten zu automatisieren. Sie erweitert die generellen Agentforce-Funktionen des kalifornischen Cloud-CRM-Riesen speziell auf betriebliche Abläufe, um manuelle Aufgaben in Rekordzeit zu digitalisiere, wie Salesforce verspricht.

Servicennow rückt "agentische Zusammenarbeit" zur Automatisierung von Workflows ins Zentrum

Symbolbild: Kapi

Im Rahmen ihrer Kunden- und Partnerkonferenz "Knowledge 2026" hat die auf die Automatisierung von Workflows ausgerichtete Servicenow diese Woche in Las Vegas umfangreiche Neuerungen vorgestellt, die sich stark auf autonome KI-Agenten und die Weiterentwicklung der Plattform "Now" konzentrieren. Im Mittelpunkt stand der Übergang von rein unterstützender KI zu "agentischer" Zusammenarbeit, um Arbeitsabläufe zu automatisieren.

Regierungen setzen auf KI-Agenten zur Automatisierung routinemässiger Entscheidungsprozesse

Symbolbild:Siemens

Bis zum Jahr 2028 werden mindestens 80 Prozent aller Regierungen KI-Agenten einsetzen, um routinemäßige Entscheidungsprozesse zu automatisieren. Dies prognostizieren die Marktforscher von Gartner. Ziel sei es, dabei die Effizienz zu steigern und öffentliche Dienstleistungen spürbar zu verbessern.

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