Symbolbild: Pixabay/Stefan Coders

Die Social-Media-Plattform für Kurzvideos, Tiktok, kämpft in den Vereingten Staaten zum Start des neuen Gemeinschaftsunternehmens unter Regie von US-Investoren wie etwa Oracle mit technischen Problemen. Ein Stromausfall bei einem der Rechenzentren am Wochenende habe eine Kettenreaktion von Störungen ausgelöst, die immer noch nicht ganz behoben seien, heisst es. Unter anderem könne es Probleme beim Veröffentlichen von Beiträgen geben, so die Betreiber des US-Geschäftes.

Die Probleme ziehen seit Tagen Aufmerksamkeit in den USA auf sich; auch, weil einige Anwender im Netz berichteten, sie hätten bei Tiktok keine Videos von Protesten im Bundesstaat Minnesota hochladen und auch keine Direktnachrichten mit dem Wort "Epstein" schicken können. Die schleppende Veröffentlichung von Unterlagen zu Ermittlungen gegen den berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte in den vergangenen Wochen für Kritik an der Regierung von Präsident Donald Trump gesorgt.

Bei Tiktok USA spielt seit der Übergabe des amerikanischen Geschäfts an neue Investoren der vom Trump-Unterstützer Larry Ellison beherrschte Tech-Konzern Oracle eine zentrale Rolle. Die neue US-Firma führt die Probleme auf die technische Störung nach dem Stromausfall zurück. Es gebe keine Regel, die den Namen Epstein in Direktnachrichten verbiete – und auf der Plattform seien auch Videos aus Minnesota zu finden, hiess es.

Zur Erinnerung: Mit der Übertragung des US-Geschäfts an eine neue Firma mit amerikanischen Investoren wurde vergangene Woche die Zukunft von Tiktok in den USA nach einer rund einjährigen Hängepartie gesichert. Nach einem US-Gesetz musste sich der in China ansässige Tiktok-Eigentümer Bytedance zumindest von dem Geschäft in den USA trennen, damit die App in dem Land weiterhin aktiv sein durfte. In den USA wurde befürchtet, dass die chinesische Regierung über Tiktok Amerikaner ausspähen und die öffentliche Meinung beeinflussen könnte.