Symbolbild: Kapi

Im Rahmen ihrer Kunden- und Partnerkonferenz "Knowledge 2026" hat die auf die Automatisierung von Workflows ausgerichtete Servicenow diese Woche in Las Vegas umfangreiche Neuerungen vorgestellt, die sich stark auf autonome KI-Agenten und die Weiterentwicklung der Plattform "Now" konzentrieren. Im Mittelpunkt stand der Übergang von rein unterstützender KI zu "agentischer" Zusammenarbeit, um Arbeitsabläufe zu automatisieren.

Konkret hat der Softwareriese mit Zentrale im kalifornischen Santa Clara mit Servicenow Otto ein neues KI-Flaggschiff und eine einheitliche KI-Erfahrung für Mitarbeitende vorgestellt, die als zentraler digitaler Begleiter fungieren soll. Otto vereint den Angaben nach Conversational AI, autonome Workflows und Enterprise Search in einer einzigen Oberfläche und ermögliche damit durchgängige Arbeitsprozesse über alle Systeme, Desktops und Workflows hinweg. Damit bringe Otto die Plattform-Fähigkeiten direkt zu Mitarbeitern und Teams.

Mit dem erweiterten AI Control Tower präsentierte Servicnow weiters eine zentrale Instanz zur Steuerung, Governance und Überwachung aller KI-Systeme und Agenten im Unternehmen sowie mit "Autonomous Workforce" eine neue Generation rollenbasierter KI-Spezialisten (Agenten), die eigenständig Aufgaben in Bereichen wie IT, CRM, Kundenservice und Security übernehmen.

"Vor einem Jahr hat der AI Control Tower Unternehmen Transparenz über ihre KI verschafft. Heute steuert er den gesamten KI-Lebenszyklus – über jeden Agenten, jedes Modell, jeden Datensatz, jedes Asset und jede Identität hinweg, in jeder Cloud und in jedem Enterprise-System", erläutertt Amit Zavery, President, Chief Operating Officer und Chief Product Officer bei Servicenow. "Das ist die Infrastruktur, die Unternehmen benötigen, um KI vertrauensvoll zu skalieren und nur Servicenow verfügt über die Workflows, den Kontext und das notwendige Verständnis für den Unternehmenseinsatz, um dies zu leisten."

Mit dem "Project Arc" befindet sich zudem ein Desktop-KI-Agent in Planung, der künftig direkt am Arbeitsplatz für Unterstützung sorgen soll.

Eine weitere Neuerung ist das Simstudio. Dabei handelt es sich um eine praxisorientierte Simulationsumgebung, in der Nutzer Servicenow-Aufgaben interaktiv üben können, statt nur theoretische Tests zu absolvieren.

Und was die Sicherheit und Governance anbelangt, so bietet Servicenow mit "Autonomous Security & Risk" nun durch die Integration von Partnern wie Armis und Veza Echtzeit-Einblicke in alle Unternehmens-Assets und regelt damit auch präzise die Zugriffskontrollen.

Was die strategische Roadmap anbelangt, so kündigten die Kalifornier auch eine Umstellung des Bennennungsschema an. Nach der Version "Zürich“ (2025) folgen nun Ländernamen. Das Release Australia ist für das zweite Quartal 2026 geplant, gefolgt von Brazil Ende 2026.

Letztlich kündigte Servicenow im Rahmen der Knowledge 2026 auch erweiterte Kooperationen mit Unternehmen wie Microsoft, Lenovo und Nvidia an. Nvidia-Chef Jensen Huang hielt denn auch die Eröffnungs-Keynote.

Amit Zavery, President, Chief Operating Officer und Chief Product Officer bei Servicenow (Bild: zVg)
Amit Zavery, President, Chief Operating Officer und Chief Product Officer bei Servicenow (Bild: zVg)