Jedes fünfte cyber-physische System (CPS) in Rechenzentren hat massive Sicherheitslücken. Die Komponenten sind so oft nur einen Schritt davon entfernt, Verbindungen herzustellen, die Angreifern Zugang zu Komponenten des Rechenzentrums ermöglichen. Das zeigt ein Bericht des IT-Security-Spezialisten Claroty.
Für den Report "State of CPS Security: Data Center Exposures" hat Claroty über 750.000 CPS-Komponenten in den weltweit grössten Rechenzentren analysiert. Dazu zählen Gebäude-Management- und -Automationssysteme, unterbrechungsfreie Stromversorgungen und Generatoren sowie Klimatisierung und Rechenzentrums-Infrastrukturmanagement.
"Angreifer erkennen immer häufiger den hohen Wert, den eine Störung ihres Betriebs mit sich bringt. Der Schutz von Rechenzentren ist angesichts des KI-Booms sowie im Hinblick auf die wirtschaftliche und nationale Sicherheit von gesellschaftlicher Bedeutung", so Claroty-CTO Amir Preminger. Nur operative Resilienz schütze CPS-Ökosysteme effektiv.
Betreiber von Rechenzentren sollten kontinuierliches Exposure Management zur Erfassung interner Angriffspfade betreiben und eine Zero-Trust-Netzwerksegmentierung zur Einschränkung lateraler Bewegungen und zur Verringerung des Explosionsradius umsetzen. Claroty empfiehlt zudem die Härtung des Gebäude-Managementsystems zur Isolierung nicht patchbarer Altsysteme sowie eine protokollbasierte Bedrohungserkennung.
