Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Qualcomm mit Zentrale im kalifornischen San Diego liebäugelt mit der britischen Chip-Designerin Alphawave. Man denke über eine entsprechende Offerte nach, so die Kalifornier, aber eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, hiess es. Nur kurz davor sollen Insider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erwähnt haben, dass auch Arm seine Fühler nach Alphawave ausgestreckt habe, jedoch seien die Gespräche im Sand verlaufen.
Weder Alphawave, noch Arm oder dessen Grossaktionär Softbank wollten sich dazu äussern. Die Aktien des Chip-Designers schnellten in London zeitweise um fast 53 Prozent nach oben und steuerten auf den grössten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Qualcomm-Papiere gaben dagegen an der Wall Street gut ein Prozent nach.
Arm habe sich vor allem für die Technologie "Serdes" ("Serializer-Deserializer") interessiert, so die Insiderkreise. Durch diese könnten Informationen besonders schnell durch einen Chip geleitet werden. Dies sei bei rechenintensiven Anwendungen für Künstliche Intelligenz (KI) entscheidend, da hier Unmengen von Daten gleichzeitig verarbeitet werden müssten. Arm will seinen Marktanteil bei Zentralprozessoren für diesen Anwendungsbereich deutlich ausweiten.
Ein Nutzer der von Alphawave entwickelten "Serdes"-Technologie ist Broadcom. Der Qualcomm-Rivale gewann dadurch unter anderem den ChatGPT-Entwickler und die Alphabet-Tochter Google als Abnehmer für seine KI-Prozessoren.
