Die ChatGTP-Entwicklerin OpenAI hat die exklusive Partnerschaft mit Microsoft offiziell für beendet erklärt. Dies erlaubt es dem KI-Unternehmen, seine Technologien künftig auch über andere Cloud-Anbieter und Plattformen anzubieten. Microsoft behält jedoch weitreichende Rechte. Der Konzern kann OpenAI-Modelle und geistiges Eigentum weiterhin über eine Lizenz bis mindestens 2032 in eigene Produkte integrieren und über Microsoft Azure vertreiben.
Berichten zufolge wurde im Zuge der neuen Bedingungen auch die Umsatzbeteiligung von Microsoft an OpenAI gedeckelt. Microsoft gehört zu den frühen Geldgebern von OpenAI und hat bisher mehr als 13 Milliarden Dollar (elf Mrd. Euro) investiert. Gemessen an der 850 Milliarden Dollar (724 Mrd. Euro) schweren Gesamtbewertung von OpenAI ist die Beteiligung inzwischen etwa 230 Milliarden Dollar (196 Mrd. Euro) wert.
Analysten werten diesen Schritt als Vorbereitung für den erwarteten Börsengang von OpenAI, da eine breitere Marktpräsenz und Unabhängigkeit von einem einzelnen Grossinvestor die Bewertung steigern könnten. Parallel zur Lockerung der Microsoft-Bindung zeichnen sich neue Kooperationen ab, unter anderem mit Unternehmen wie Amazon.
Diese Entscheidung folgt auf eine Phase zunehmender regulatorischer Beobachtung und dem Bestreben von OpenAI, sich als eigenständige Plattform im KI-Markt zu behaupten.
