Der Techkonzern ABB konnte im vierten Quartal des vergangenen Jahres seinen Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 9,05 Milliarden US-Dollar steigern. Ein veritabler Sprung gelang beim Auftragseingang, also bei der Basis des künftiges Umsatzes. Er erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 32 Prozent auf 10,32 Milliarden.
Die operative Marge (Ebitda-Marge) kletterte im Berichtszeitraum von 16,6 Prozent auf nunmehr 17,6 Prozent. Der von zahlreichen Sonderfaktoren beeinflusste Reingewinn stieg sogar um 29 Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar, wobei die Zahlen um den angekündigten Verkauf der Robotics-Sparte bereinigt sind.
Auf das gesamte Jahr 2025 gesehen wuchs der Reingewinn im Vergleich zum Jahr davor um 20 Prozent auf 4,73 Milliarden Dollar. Die Dividende soll um auf 0,94 von 0,90 Rappen erhöht werden. Ausserdem ist ein weiteres Rückkaufprogramm geplant. ABB liegt mit allen Kennzahlen über den Erwartungen der Börsianer. Für das laufende erste Quartal des neuen Jahres erwartet ABB ein Wachstum des vergleichbaren Umsatzes von 7 bis 10 Prozent, die Marge sollte sich erhöhen. Im Gesamtjahr wird ein Wachstum von 6 bis 9 Prozent erwartet sowie eine leicht höhere Marge.
Mit den guten Zahlen im Gepäck baut ABB in Zürich-Oerlikon nach Plänen von Christ & Gantenbein für rund 80 Millionen eine neue Konzernzentrale. Die 500 Angestellten am bisherigen Hauptsitz sollen 2031 dort einziehen können, heisst es in einer Mitteilung des Automatisierungskonzern. Die neue Zentrale soll den Angaben zufolge aus einem bestehenden historischen Gebäude, welches heute vermietet sei, und einem neuen Erweiterungsbau bestehen. Die Kosten für das Bauvorhaben werden auf rund 80 Millionen Schweizer Franken geschätzt. Das Gestaltungskonzept des Architekturbüros Christ & Gantenbein soll gewährleisten, dass der Charakter des markanten historischen Gebäudes erhalten bleibe.
Laut ABB werde das derzeit vermietete historische Gebäude unter Einhaltung von Denkmalschutzauflagen vollständig renoviert und modernisiert und heutigen Nutzungsanforderungen angepasst werden. Dabei soll der Charakter des Gebäudes erhalten bleiben. Entscheidend für die Modernisierung und Weiternutzung als Konzernzentrale sei für ABB unter anderem auch der Faktor Nachhaltigkeit.
Der historische Komplex wird den Infos gemäss im Innenhof um ein neues fünfstöckiges Gebäude ergänzt, das die nicht denkmalgeschützte Veranstaltungsstätte "Chicago Hall" ersetzen soll. Der Erweiterungsbau soll in Form einer Holzverbundkonstruktion umgesetzt werden. Insgesamt soll der neue Hauptsitz eine Bruttogeschossfläche von rund 10'800 Quadratmetern aufweisen. Vorgesehen seien auch Einrichtungen wie eine 200 Quadratmeter grosse Lounge und Cafeteria, ein Foyer- und Ausstellungsbereich von 280 Quadratmetern, ein Auditorium von 450 Quadratmetern sowie ein 80 Quadratmeter grosser Erholungsbereich inklusive Fitnesscenter.
