Eine neue Generation KI-gesteuerter Roboter, die aus den Forschungslaboren in die reale Welt vordringt, wird von KI-Technologieunternehmen und Analysten vorangetrieben, die einen Billionen-Dollar-Markt darin sehen. Die Vision ist es, künstlicher Intelligenz eine Art von einem eigenen Roboterkörper zu geben.
"KI verändert die Robotik rasant“, betont Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics (IFR). "Die Integration von KI in die Robotik erweitert die Fähigkeiten, steigert die Effizienz und verbessert die Anpassungsfähigkeit. Diese Entwicklung wandelt KI von einer unterstützenden Technologie zu einem Wegbereiter und ebnet den Weg für eine breitere Roboternutzung in verschiedenen Branchen."
Derzeit gibt es mehrere Schlüsselbranchen, die bei der Integration von KI und Robotik eine Vorreiterrolle einnehmen:
-- Logistik und Lagerhaltung etwa werden häufig als führendes Anwendungsgebiet genannt. Dies ist auf die hohe Nachfrage, verfügbare Investitionen und relativ kontrollierte Umgebungen zurückzuführen. Zu den Anwendungsbereichen zählen Logistik, Lagerhaltung und Intralogistik sowie die gesamte Lieferkette. Die Branche zeichnet sich durch ihre Resilienz und ihr Wachstumspotenzial aus.
-- In einem besonderen Fokus für Investitionen steht der Bereich Fertigung und industrielle Automatisierung: Da Unternehmen ihre Abläufe optimieren und die Produktqualität verbessern wollen, spielen KI und Robotik eine immer zentralere Rolle in modernen Fertigungsstrategien. Die Branche umfasst ein breites Spektrum an Industrien, darunter die Automobil-, Elektronik- und Pharmaindustrie. Sie beinhaltet anspruchsvolle Produktionsprozesse, Fabrikautomatisierungssysteme und Präzisionsmontagearbeiten.
-- Zu den führenden Anwendern von KI und Robotik zählt auch der Dienstleistungssektor: Denn KI unterstützt die Mensch-Roboter-Interaktion und ermöglicht beispielsweise eine natürliche Kommunikation sowie eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Personalisierung der Roboter. Dieser Trend wird durch steigende Kosten und einen Fachkräftemangel, insbesondere in Märkten nach der Pandemie, vorangetrieben, wo die Personalbeschaffung hinter der Nachfrage zurückbleibt. Restaurants experimentieren beispielsweise mit Roboter-Kellnern und Küchenhilfen. Die Zukunft liegt hier in Hybridmodellen, in denen Roboter repetitive Aufgaben übernehmen und Menschen für den persönlichen Service sorgen.
Roboter- und Chiphersteller investieren jedenfalls verstärkt in spezielle Hardware und Software, die reale Umgebungen simulieren. Diese sogenannte physische KI ermöglicht es Robotern, sich in virtuellen Umgebungen selbstständig weiterzuentwickeln und erfahrungsbasiert statt programmiert zu agieren.
In den USA haben Unternehmen wie Amazon, Tesla und Nvidia diesbezüglich Rekordinvestitionen angekündigt. Risikokapital fliesst in ein wachsendes Ökosystem von Startups, die sich auf spezialisierte Roboteranwendungen konzentrieren.
In Europa gab ABB die Unterzeichnung einer Vereinbarung zum Verkauf seiner Robotiksparte an die japanische Softbank Group bekannt. Dadurch werden die KI-Kompetenzen von ABB Robotics und Softbank vereint.
Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) kündigte einen Aktionsplan zur Beschleunigung der Entwicklung "verkörperter KI" an und positionierte sie als "Zukunftsindustrie“, die für Chinas wirtschaftliche Transformation von entscheidender Bedeutung ist.
Ausblick:
In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird mit einer breiten Anwendung von KI in verschiedenen Robotik-Bereichen gerechnet. Da KI die Effizienz steigert, Fehler reduziert und Wartungskosten senkt, erzielen Unternehmen mit KI-basierten Robotiksystemen im Vergleich zu Systemen ohne KI oft einen deutlich schnelleren Return on Investment (ROI).
