Symbolbild:Adobestock/Fakhra

Der produktive Einsatz autonomer KI-Agenten ist in vielen Unternehmen im DACH-Raum noch wenig ausgeprägt. Laut einer Studie des Researchers Lünendonk sind 80 Prozent der Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei KI-Agenten erst in der Pilot- und Testphase. Die strategische Relevanz von autonomen KI-Agenten sei zwar in der Breite angekommen. Es fehle jedoch die operative Konsequenz.

"Unternehmen müssen den Übergang vom Piloten in den Regelbetrieb aktiv gestalten - mit klaren Prozessverantwortlichkeiten, belastbaren Datenarchitekturen und einer durchdachten Governance", so Tobias Ganowski, Studienautor und Senior Consultant bei Lünendonk. 58 Prozent testeten autonome KI-Agenten derzeit in ersten Pilotprojekten, weitere 18 Prozent befänden sich noch in der Testphase und nur 19 Prozent setzen KI-Agenten bereits ein.

Eine durchgängige Ende-zu-Ende-Integration in mehrere Kernprozesse bleibt laut Analyse die Ausnahme: Erst ein Prozent der Unternehmen hat diesen Reifegrad erreicht. Beim erwarteten Nutzen herrscht hingegen grosse Einigkeit: 96 Prozent versprechen sich von KI-Agenten sowohl Effizienzsteigerungen als auch Kostensenkungen und 90 Prozent erwarten zudem mehr Geschwindigkeit und Flexibilität. 180 IT-Verantwortliche wurden in der DACH-Region befragt.

Bei zwei Dritteln der befragten Unternehmen hat weniger als ein Viertel der bisherigen KI-Pilotprojekte den Sprung in den produktiven Einsatz geschafft. Häufig fehlen eigenen Angaben nach geeignete technologische Voraussetzungen, moderne Integrationsschichten und eine ausreichende Datenanbindung. Hinzu kommen Sicherheits- und Datenschutzbedenken sowie ein Mangel an qualifiziertem Personal für Umsetzung, Betrieb und Weiterentwicklung.

IT-Sicherheitsbedenken in Sachen KI zeigt sich auch in einer globalen Befragung von 3.700 Business- und IT-Entscheidern, davon 200 in Deutschland, des IT-Security-Spezialisten TrendAI. Danach halten fast neun von zehn deutschen IT-Verantwortlichen ihre Sicherheits-Teams für gut auf das Tempo der KI-Einführung vorbereitet. Gleichzeitig schätzen die Befragten jedoch, dass nur 40 Prozent des böswilligen oder unerwarteten KI-Verhaltens erkannt werden.

"Vorbereitung und Erkennung sind zwei unterschiedliche Dinge. Die Unternehmen haben in den letzten Jahren viel investiert, um Prozesse und Zuständigkeiten zum Management von KI-Risiken aufzubauen. Das schlägt sich in einer hohen gefühlten Vorbereitung nieder. Die eigene Einschätzung zur Erkennungsrate zeigt aber, dass diese Vorbereitung im Ernstfall offenbar an ihre Grenzen stösst", unterstreicht Richard Werner, Security Advisor bei TrendAI.