Künstliche Intelligenz: zwiespältige Auswirkungen auf Personalbedarf (Bild: Geralt, pixabay.com)

In den letzten zwölf Monaten hat etwa jedes vierte deutsche Tech-Startup (27 Prozent) wegen Künstlicher Intelligenz (KI) keine Neueinstellungen vorgenommen. Sieben Prozent haben aus diesem Grund sogar Stellen abgebaut. Allerdings haben 16 Prozent wegen KI weitere Personen eingestellt. In der Hälfte dieser Startups hat KI keine Folgen für den Personalbedarf. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Online-Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom unter 102 Tech-Startups in Deutschland, von denen überdies alle KI in ihre Geschäftsprozesse integriert haben.

"KI macht viele Bürotätigkeiten und insbesondere auch die Softwareentwicklung effizienter. Startups sind zum einen technologische Vorreiter, zum anderen besonders darauf angewiesen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders effizient einzusetzen", ordnet Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst die Ergebnisse der Befragung ein. Im Schnitt haben deutsche Startups eine offene Stelle und zwölf Beschäftigte, ein Jahr zuvor waren es noch 13 - auch eine Auswirkung zunehmenden KI-Einsatzes.

In diesem Jahr erwarten laut der Bitkom Research-Umfrage jedoch sechs von zehn Startups (62 Prozent) steigende Beschäftigtenzahlen, im Schnitt um vier weitere Mitarbeiter. Nur sechs Prozent wollen Stellen abbauen, 26 Prozent rechnen nicht mit einer Veränderung.

In den kommenden zwölf Monaten wird KI in 47 Prozent der Tech-Startups keine Auswirkungen auf den Personalbedarf haben. Sieben Prozent wissen es noch nicht oder wollen sich nicht äussern. Nur zwei Prozent der Firmen wollen wegen KI Stellen abbauen. 28 Prozent wollen wegen KI auf Neueinstellungen verzichten, während 19 Prozent wegen KI-Einsatzes zusätzliches Personal einstellen möchten.