Der auf auf elektrische und optische Verbindungstechniken fokussierte Schweizer Konzern Huber+Suhner hat in den ersten neun Monaten 2025 den Umsatz knapp gehalten, konnte aber beim Auftragseingang gut zweistellig zulegen.
Konkret ging der Umsatz in den neun Monaten von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 659,4 Millionen Franken zurück, bereinigt um Währungs-, Kupferpreis- und Portfolioeffekte ergab sich indes ein Plus von 2,2 Prozent. Im dritten Quartal hat sich das Wachstumstempo damit etwas abgeschwächt, denn nach sechs Monaten resultierte noch ein Umsatzplus von 6,2 Prozent. Huber+Suhner macht dafür leichte Lieferverzögerungen im Zusammenhang mit US-Einfuhrzöllen auf Industrieprodukte und Metalle wie Aluminium, Stahl und Kupfer mitverantwortlich.
Beim Auftragseingang konnte das Unternehmen mit Zentralen in Herisau und Pfäffikon (ZH) im dritten Quartal an Dynamik zulegen. Wobei der Bereich Rechenzentren einen massgeblichen Anteil daran habe und einige Grossaufträge an Land ziehen konnte. Auch das Industriesegment sah laut Huber+Suhner eine deutlich höhere Nachfrage. Prozentual stieg der Auftragseingang der Gruppe in den ersten drei Quartalen 2025 um 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte einen Wert von 818,7 Millionen Franken.
Besonders gut entwickelt sich momentan der Rechenzentrumssektor. Aufgrund der Grossaufträge für optische Switches (engl.: Optical Circuit Switches, OCS) von einem globalen Betreiber von Hyperscale-Rechenzentrumsinfrastrukturen verzeichne das Marktsegment Kommunikation einen starken Anstieg beim Auftragseingang. Insgesamt lag dieser per Ende September den Unternehmensangaben zufolge bei 26.8 Prozent über dem Vorjahreswert. Die OCS-Aufträge sollten ab nächstem Jahr zu signifikanten Umsätzen für die Wachstumsinitiative Rechenzentren führen, heisst es aus Herisau. Gegenüber der Vergleichsperiode, welche ein Grossprojekt zum Ausbau der Mobilinfrastruktur in Indien beinhaltete, fiel der Nettoumsatz des Segments in den ersten neun Monaten 2025 jedoch um 14.8 prozent tiefer aus.
Für das Gesamtjahr 2025 strebt Huber+Suhner weiterhin einen Umsatz auf Niveau des Vorjahres sowie eine Betriebsergebnismarge innerhalb des mittelfristigen Zielbands von 9–12 Prozent an. Voraussetzung für das Erreichen der Guidance sei, dass wichtige Einflussfaktoren wie Inflation, Wechselkurse, Handelshemmnisse oder geopolitische Konflikte den Geschäftsverlauf im Rest des Jahres nicht stärker als bisher beeinträchtigen.
