Logobild: Kapi

Die Hacker, die vergangene Woche den Zuger Beschaffungsdienstleister Chain IQ angegriffen haben, haben nun Datensätze mit Informationen zu 130'000 UBS-Mitarbeitenden im Darknet veröffentlicht. Auch die Direkttelefonnummer von UBS-CEO Sergio Ermotti befindet sich darunter, wie die Westschweizer Zeitung "Le Temps" darüber berichtet.

Von der Cyberattacke auf das UBS-Spinoff durch die Ransomware-Gruppe Worldleaks waren noch 19 weitere Firmen betroffen. Die Hacker behaupteten laut dem Medienbericht, sie hätten über 1,9 Millionen Dateien und insgesamt 909,6 Gigabyte Daten gestohlen. Ein zweites veröffentlichtes File enthielt 230'050 Rechnungszeilen der Genfer Bank Pictet, allerdings ohne Angaben zu den Kunden.

Die Chain IQ mit Sitz in Baar, die 2013 als Spin-off der UBS gegründet wurde, unterhält noch weitere Niederlassungen in der Schweiz, in Europa, in der Asien-Pazifik-Region sowie in New York. Zu den Kunden in der Schweiz zählen laut eigenen Angaben neben der UBS auch Manor und Implenia. Das Unternehmen betont, Gegenmassnahmen eingeleitet zu haben. Das Unternehmen habe zudem die Polizei informiert und betroffene Firmenkunden alarmiert.