Forscher der University of California Berkeley haben eine neue elektronische Nase entwickelt, die nicht nur verdorbene Lebensmittel identifizieren, sondern auch Allergene erkennen kann - etwa Erdnüsse, die für Allergiker selbst in kleinen Dosen tödlich sein können.
"Kühlschränke mit derartigen Sensoren und über das Smartphone auslesbar, wären eine grossartige Anwendungsmöglichkeit für diese Art von Technologie. Wie toll wäre es, wenn dein Kühlschrank dir sagen könnte: 'Hey, dein Brokkoli wird bald schlecht, also solltest du ihn wohl besser essen'", so Expertin Carla Bassil.
Die künstliche Nase besteht aus einer Anordnung von 16 winzigen Gassensoren, von denen jeder auf eine etwas andere Kombination gasförmiger Verbindungen anspricht. "Man kann sich das wie eine Reihe elektronischer Geschmacksknospen vorstellen, die jeweils auf einen bestimmten Mix aus Gasmolekülen reagiert. Jeder Sensor erzeugt ein Signal, wenn er mit dem Geruch beauftragt wird, für den er ausgelegt ist", unterstreicht die Forscherin der University of California Berkeley.
Wenn mehrere Gase erkannt werden, die charakteristisch sind für ein verdorbenes Lebensmittel oder das Vorhandensein von Allergenen, löst die E-Nase Alarm aus. Um das zu erreichen, hat Bassil die Sensoren mit echten Gerüchen trainiert. Zum Einsatz im Trainingslabor kamen dabei frische und verdorbene Lebensmittel, Gerüche von Früchten, Nüssen, Milch, Eiern und anderen verderblichen oder für Allergiker gefährlichen Lebensmitteln.
Das Ergebnis: Der Sensor ist empfindlich genug, um 0,05 Gramm isolierte Walnuss zu erkennen, was etwa einem Hundertstel einer durchschnittlichen geschälten Walnuss entspricht. Allerdings muss die Empfindlichkeit des Geräts noch für Umgebungen trainiert weden - mit einer Vielzahl von Gasen, wenn beispielsweise Erdnüsse in einem Salat oder einem Kuchen enthalten sind oder wenn verdorbene Lebensmittel zusammen mit frischen im Kühlschrank liegen.
