Schnäppchenjagd: Online-Shopping zu Weihnachten beliebt (Foto: pixabay.com, HutchRock)

73 Prozent der Deutschen bestellen auch dieses Jahr wieder ihre Weihnachtsgeschenke im World Wide Web. Das hat der Digitalverband Bitkom mit Sitz in Berlin in seiner jüngsten Umfrage unter 1.002 Personen ab 16 Jahren festgestellt. 17 Prozent kaufen demnach Präsente zum Fest sogar ausschliesslich im Internet, weitere 22 Prozent den grössten Teil ihrer Geschenke.

Während jeder Fünfte zu gleichen Teilen online sowie im Handel vor Ort shoppt, kaufen 14 Prozent überwiegend vor Ort und nur wenige Geschenke im Netz. 15 Prozent besorgen hingegen alle Geschenke im Geschäft. Ein Zehntel plant, gar keine Geschenke zu besorgen.

Ob das Weihnachts-Shopping eher online oder offline stattfindet, ist vor allem eine Frage des Alters - und kaum des Geschlechts, heisst es als Ergebnis der Umfrage: Am höchsten ist der Anteil der Online-Shopper unter den 30- bis 49-Jährigen. Von ihnen kaufen 82 Prozent im Web Weihnachtsgeschenke, darunter 24 Prozent ausschließlich.

In der Altersgruppe ab 65 Jahren zeigt sich ein anderes Bild: Nur insgesamt 55 Prozent von ihnen kaufen mindestens ein Geschenk online, davon zwölf Prozent ausschliesslich online. Mit 28 Prozent ist der Anteil derjenigen, die Geschenke ausschliesslich vor Ort besorgen, in dieser Altersgruppe am grössten.

"Online-Shopping macht den Geschenkekauf oft deutlich stressfreier. Preise lassen sich schnell vergleichen, passende Vorschläge sind nur einen Klick entfernt und die Lieferung nach Hause spart Zeit. Gleichzeitig gehört für viele der Bummel durch festlich geschmückte Einkaufsstrassen zur Weihnachtszeit einfach dazu", so BITKOM-Expertin Nastassja Hofmann.

Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Anteil der Online-Shopperinnen unter Frauen bei 71 Prozent, 18 Prozent setzen ausschliesslich auf den Online-Kauf und 16 Prozent besorgen alle Präsente vor Ort. Bei den Männern zeigt sich ein nahezu identisches Bild. 72 Prozent kaufen mindestens ein Geschenk online, 15 Prozent kaufen ausschliesslich im Netz. Ebenfalls 15 Prozent der Männer kaufen hingegen ausschliesslich im stationären Handel.

Unabhängig von der aktuellen Umfrage trauen viele Konsumenten in Deutschland Rabatten nicht, wie eine neue Civey-Umfrage des Online-Marktplatzes eBay zeigt. So befürchten 48 Prozent vermeintliche "Fake-Rabatte", bei denen die Preise vor dem Black Friday künstlich erhöht wurden, um zum Shopping-Event dann hohe Nachlässe anbieten zu können.

Das negative Gefühl beim Online-Shoipping ist auch Fakeshops geschuldet. Jeder zweite vom Verbraucherzentrale Bundesverband untersuchte Fakeshop schaltet Werbung auf Plattformen von Google oder Meta. Das ist insofern problematisch, da fast jeder achte Online-Shopper in den vergangenen zwei Jahren auf einen Fakeshop reingefallen ist.