Der US-IT-Riese Dell mit Zentrale im texanischen Round Rock erwirtschaftete im vergangenen zweiten Quartal einen Umsatz in Höhe von 29,78 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die mit 29,17 Milliarden gerechnet hatten. Mit dem bereinigten Gewinn von 2,32 Dollar je Aktie lagen die Texaner ebenfalls über den Schätzungen der Börsianer von 2,30 Dollar.
Wie andere IT-Hersteller profitiert auch Dell von der hohen Nachfrage nach leistungsstarken Servern, die für die rechenintensiven KI-Anwendungen benötigt werden. Der Rivale HP hat bereits Mitte dieser Woche ein überraschend starkes Quartalszahlenwerk präsentiert, das auf die steigende Nachfrage nach KI-PCs zurückzuführen ist.
Für das gesamte laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern aus Round Rock nun mit einem Umsatz zwischen 105 und 109 Milliarden Dollar, nachdem er zuvor von 101 bis 105 Milliarden Dollar ausgegangen war. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 9,55 Dollar erreichen statt der bisher von LSEG prognostizierten 9,40 Dollar. Für das dritte Quartal stellte Dell jedoch nur einen bereinigten Gewinn von 2,45 Dollar je Aktie in Aussicht und verfehlte damit die Analystenschätzung von 2,55 Dollar. Die Umsatzprognose für das Quartal von 26,5 bis 27,5 Milliarden Dollar lag hingegen über den Erwartungen.
Für das nächste Geschäftsjahr 2026 kalkuliert Dell mit einem Umsatz von 20 Milliarden Dollar rein aus der Lieferung von KI-Servern, nach einer früheren Prognose von 15 Milliarden Dollar. Zu den Unternehmenskunden für diese Server gehört unter anderem das KI-Startup xAI des Tech-Milliardärs Elon Musk. Die hohen Produktionskosten und der starke Wettbewerb in diesem Segment belasten jedoch die Margen der Anbieter. Das klassische Geschäft mit PCs wuchs im abgelaufenen Quartal dagegen nur um ein Prozent auf 12,50 Milliarden Dollar.
