AMS-Sitz in Unterpremstätten (Bild: AMS)

Der steirische Chip- und Sensorhersteller AMS-Osram mit Zentrale in Premstätten bei Graz muss für das abgelaufene einen deutlichen Umsatzrückung zur Kenntnis nehmen. Der Konzern plant nun, sowohl in Europa als auch in Asien jeweils 1'000 Stellen abzubauen, was in etwa 10 Prozent der Belegschaft entspicht.

Konkret reduzierte sich der Umsatz im vergangenen Jahr Medienberichten zufolge vor allem aufgrund des schwachen Dollars im Vergleich zum Jahr davor um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro. Das Chipkerngeschäft allerdings habe um sieben Prozent zugelegt, heisst es. Unter dem Strich stand den Infos zufolge ein Verlust von ⁠129 Millionen Euro zu Buche, immerhin deutlich weniger als im Jahr davor ist, als AMS Osram noch ein Minus von 785 Millionen Euro verkraften musste. Im vierten Quartal 2025 lagen die Umsätze mit 874 Millionen Euro sogar am oberen Ende der Erwartungen. Dennoch greifen die Steirer massiv zum Rotstift.

AMS Osram wolle mit einem neuen Sparprogramm bis 2028 die Kosten um weitere 200 Millionen Euro senken, wird Vorstandschef Aldo Kamper in den Medien zitiert. Damit, und mit dem in der vergangenen Woche publik gemachten Verkauf eines Teils ‌des Sensorgeschäfts an Infineon, werde man die Wettbewerbsfähigkeit schärfen, die finanzielle Flexibilität zurück gewinnen und gezielt in ⁠das ‍Wachstum zu investieren, so der AMS-Osram-Boss.

Für das bereits laufende erste Quartal dieses Jahres rechnet das Management aufgrund saisonaler Effekte und der Verkäufe von Unternehmensteilen jedoch mit einem Umsatzrückgang auf 710 bis 810 Millionen Euro. Mittelfristig peilt AMS Osram im Halbleitergeschäft jedoch wieder mit Wachstum und Margen von mehr als 25 Prozent.