Bis zum Jahr 2027 werden 35 Prozent aller Länder an regionsspezifische KI-Plattformen gebunden sein, die mit eigenen, kontextbezogenen Daten arbeiten. Dies prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner. Gleichzeitig geht Gartner davon aus, dass der Anteil der Plattformbindung von heute 5 Prozent bis 2027 auf 35 Prozent ansteigen wird.
"Länder mit klar definierten Zielen im Bereich der digitalen Souveränität erhöhen ihre Investitionen in nationale KI-Stacks, da sie nach Alternativen zu geschlossenen US-amerikanischen Modellen suchen", erklärt Gaurav Gupta, Vice President Analyst bei Gartner. "Dazu zählen unter anderem Rechenleistung, Rechenzentren, Infrastrukturen und KI-Modelle, die im Einklang mit lokalen Gesetzen, kulturellen Gegebenheiten und regionalen Anforderungen stehen. Vertrauen und kulturelle Passung entwickeln sich dabei zu entscheidenden Auswahlkriterien. Entscheidungsträger bevorzugen zunehmend KI-Plattformen, die mit lokalen Werten, regulatorischen Rahmenbedingungen und Nutzererwartungen übereinstimmen – selbst dann, wenn andere Modelle über grössere Trainingsdatensätze verfügen."
Lokalisierte Modelle bieten einen deutlich höheren Kontextbezug. Regionale Large Language Models (LLMs) übertreffen globale Modelle insbesondere in Anwendungsfeldern wie Bildung, Compliance und öffentlichen Dienstleistungen, vor allem in nicht-englischsprachigen Kontexten.
