Der Halbleiterhersteller ASM Osram mit Zentrale in Premstätten in der Steiermark und einem Co-Hauptsitz in München verkauft einen Teil seines Sensorgeschäfts an die deutsche Infineon und senkt damit seine Verschuldung deutlich. Gemäss Mitteilung erhält AMS Osram für den Geschäftsbereich, der nicht-optische Sensoren für die Automobil-, Industrie- und Medizintechnik anbietet, 570 Millionen Euro in bar.
Die veräusserte Spart erwirtschaftete 2025 einen Jahresumsatz von rund 220 Millionen Euro und ein bereinigtes Ebitda von 60 Millionen Euro. Die rund 230 Mitarbeitende an vier Standorten wechseln laut den Angaben zu Infineon. Produktionsstätten seien aber nicht Teil der Transaktion. Der Abschluss der Transaktion soll im zweiten Quartal dieses Jahres über die Bühne gehen, heisst es.
AMS Osram hatte bereits im letzten Frühling angekündigt, "strategische Optionen für bestimmte Unternehmensteile mit angestrebten Erlösen von deutlich über 500 Millionen Euro" zu prüfen. Hintergrund war die noch immer hohe Schuldenlast des Konzerns. Mit dem Deal reduziert sich die Verschuldung nun deutlich. Der Pro-forma-Verschuldungsgrad sinke von 3,3 auf 2,5, so die Mitteilung. Neben dem eigentlichen Verkaufspreis spiele hier auch eine Wandelanleihen-Transaktion eine Rolle.
AMS Osram betont, der Konzern sei nun zudem fokussierter und nun ein führender Anbieter im Bereich Digital Photonics mit Fokus auf intelligente optische Halbleiter für Lichtemission und Sensorik. Der steirische Konzern will nun bis 2030 im Bereich Semiconductors jährliche Wachstumsraten im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erzielen. Und es werde ein bereinigter Ebitda von mindestens 25 Prozent angepeilt und der Verschuldungsgrad solle auf unter 2 sinken.
Für das bereits laufende neue Jahr dämpfen die Steirer allerdings die Erwartungen. So werde das bereinigte Ebitda aufgrund der Veräusserungen und eines zeitweisen Kostenüberhangs vorübergehend niedriger ausfallen.
