Stéphane Israël (Bild: AWS)

Amazone Web Services (AWS) hat Stéphane Israël zum neuen Geschäftsführer der AWS European Sovereign Cloud designiert. Er werde sein neues Amt im Oktober antreten und soll gemäss Mitteilung von dieser Position aus die globalen Bemühungen des Konzerns im Bereich digitaler Souveränität vorantreiben.

Israël war zuletzt als Partner bei der Boston Consulting Group tätig. Davor war er CEO von Arianespace, Europas wichtigstem Unternehmen für Satellitenstarts und einem Startdienstleister für Amazons Project Kuiper. Dort verantwortete er zahlreiche erfolgreiche Weltraummissionen, darunter den Start des James-Webb-Weltraumteleskops. In seiner neuen Rolle werde Israël für das Management und den Betrieb der AWS European Sovereign Cloud verantwortlich zeichnen, heisst es. Dies umfasst die Bereiche Infrastruktur, Technologie, Services und Vertrieb sowie die Leitung des globalen Engagements von AWS für digitale Souveränität.

Er werde hauptsächlich in Berlin ansässig sein und mit Kathrin Renz, Vice President AWS Industries, zusammenarbeiten. Sie wurde im Juni zur ersten Geschäftsführerin der AWS European Sovereign Cloud ernannt und fungiert als Expertin für sämtliche Aspekte des Themas Souveränität. Beide Führungskräfte seien dazu verpflichtet, im Interesse der neu gegründeten GmbH zu handeln.

Die AWS European Sovereign Cloud, mit einem geplanten Investitionsvolumen von 7,8 Milliarden Euro, soll Ende 2025 verfügbar sein. Sie ist AWS-Angaben zufolge darauf ausgelegt, strenge regulatorische Vorgaben sowie Anforderungen an den autonomen Betrieb und die Datenresidenz zu erfüllen. Kunden und Partner, die die AWS European Sovereign Cloud nutzen, sollen von der vollen Leistungsfähigkeit von AWS, einschliesslich des gleichen Serviceportfolios, der Sicherheit, Verfügbarkeit, Leistung, der vertrauten Architektur, den gewohnten APIs und Innovationen wie dem AWS Nitro System profitieren, verspricht der Konzern.