Der Online-Versandhandels- und Cloud-Riese Amazon konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zur selben Vorjahresperiode um 13 Prozent auf 167,7 Milliarden Dollar steigern. Dabei wuchsen die Erlöse aus Werbung besonders stark, nämlich um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 15,7 Milliarden Dollar.
Laut Konzernboss Andy Jassy verfolgt Amazon eine Full‑Funnel‑Werbestrategie, die Konsumenten über den gesamten Kaufentscheidungszyklus hinweg begleite – von Awareness über Performance Ads im Retail Media bis hin zu TV‑Streaming mit Prime Video und Partnerangeboten. Der Einsatz der eigenen Demand‑Side‑Platform (DSP), gestützt auf umfangreiche First‑Party‑Daten, ermögliche programmatische Werbung über Amazon‑eigene und externe Publisher hinweg, heisst es.
Weiters erzielte Amazon im vergangenen Quartal einen Gesamt‑Betriebsgewinn von 19,2 Milliarden US‑Dollar, wobei Werbung eine besonders margenstarke Einnahmequelle darstellt.
Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres, als Amazon bereits 13,9 Milliarden Dollar Werbeerlös in die Bücher eintragen konnte (Wachstum: 19 Prozent), beschleunigte sich das Wachstum im zweiten Quartal also nochmals deutlich. Dies führen Marktanalysten unter anderem auf den Einsatz der KI-Generatoren in der Werbemittelproduktion und bei der Aussteuerung von Kampagnen zurück. Beides mache es auch solchen Unternehmen einfacher, auf Amazon zu werben, die es bisher nicht getan haben.
Augenscheinlich ist, dass die strategische Ausrichtung auf KI, Programmatic Advertising und CTV Amazons Position im Werbemarkt ausweitet. Wie die Experten etwa von PPC Land konstatieren, lautet der "Schlachtplan" in Seattle, dass man hinkünfitg noch stärker als bislang von der Datenverknüpfung zwischen Commerce und Media profitieren wolle.
