Der US-amerikanische Online-Zimmervermieter Airbnb mit Zentrale in San Francisco hat starke Zahlen für das 2. Quartal 2026 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Angetrieben wurde das Geschäft vor allem durch eine weltweit robuste Reisenachfrage sowie durch Zusatzeffekte rund um die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika.
Konkret stieg der Umsatz im Vergleich zur selben Vorjahresperiode um 17 Prozent auf 3,61 Milliarden US-Dollar. Die Analystenschätzungen lagen bei 3,58 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie (EPS) kletterte auf 1,37 US-Dollar, verglichen mit 1,03 USD im Vorjahr. Erwartet waren rund 1,25 Dollar. Der Nettogewinn erreichte 816 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 642 Millionen Dollar). Das Bruttobuchungsvolumen (GBV) wuchs um 16 Prozent auf 27,2 Milliarden US-Dollar. Die insgesamt gebuchten Übernachtungen legten um 10 Prozent auf insgesamt 148,3 Millionen zu.
Allein die Fifa-Fussball-Weltmeisterschaft brachte Airbnb über 150.000 Erstinserate von Gastgebern ein und erwies sich als skalierbarer Wachstumsmotor. In regionaler Hinsicht führt Lateinamerika das Wachstum mit rund 20 Prozent Buchungsplus an (besonders stark in Brasilien und Mexiko). Im asiatisch-pazifischen Raum legten die Buchungen im hohen Zehn-Prozentbereich zu, während Nordamerika und Europa ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich verzeichneten.
Airbnb konnte durch die KI-Einführung zudem die Produktzyklen verkürzen und die Servicekosten senken. Fast 45 Prozent der einfachen Kundenanfragen werden mittlerweile ohne menschliche Agenten über KI-Assistenten gelöst.
Das Management zeigt sich sehr zuversichtlich und hebt die Prognose für das Gesamtjahr an. Für das 3. Quartal 2026 wird ein Umsatz zwischen 4,69 und 4,77 Milliarden US-Dollar erwartet, was ebenfalls über den Schätzungen des Marktes liegt. Das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr soll nun im "mittleren Zehn-Prozentbereich" liegen.
Aufgrund der starken Zahlen und des optimistischen Ausblicks legte die Airbnb-Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise um über 11 Prozent zu und näherte sich neuen Höchstständen.
